SOMBRE. In the Shadows of Our Time.

SAARIAHO / BARRIÈRE / MARTI

25.04.2026

19:30 – 20:50

Alte Feuerwache, Bühne

Uraufführung

Tickets

Auf Englisch, Französisch, Tahitisch, Italienisch und Latein (Übertitel DE/ENG) / im Anschluss: 20 Minuten Nachgespräch.

26.04.2026

19:30 – 20:50

Alte Feuerwache, Bühne

Uraufführung

Tickets

Auf Englisch, Französisch, Tahitisch, Italienisch und Latein (Übertitel DE/ENG)

 

Kann die Liebe zur Schönheit in Grausamkeit umschlagen?

In vielen ihrer Werke näherte sich die gefeierte finnische Komponistin Kaija Saariaho (1952-2023) ambivalenten kulturellen Persönlichkeiten, um zu verstehen, wie destruktive Tendenzen nicht am Rande unserer Kultur, sondern aus ihrem Innersten heraus entstehen können. Sie setzt sich mit zwei historischen Figuren auseinander: dem Dichter Ezra Pound, einem Ästheten, der zum Anhänger des Faschismus wurde, und dem Maler Paul Gauguin, dessen Erfahrungen in Tahiti von kontroversen Idealisierungen geprägt waren. Saariaho lädt uns damit ein, unsere kollektive Schattenseite zu hinterfragen, indem wir die ‚Paradiese‘ betrachten, die wir für uns selbst zu schaffen versuchen.

Genau wie der Titel von Kaija Saariahos Kammermusikwerk “Sombre” sind Erinnerungskulturen ambivalente Konstrukte, an denen wir letztlich hängenbleiben.

Als Hommage an die Komponistin und Pionierin der elektroakustischen Musik vereint diese Produktion Saariahos engstes Familien- und Künstler:innenumfeld: Unter der Regie von Aleksi Barrière geben Jean-Baptiste Barrière und Cécile Marti mit zwei Uraufführungen berührende Antworten auf Saariahos Kammermusik.

 

Musik:
Kaija Saariaho (1952-2023):
Caliban’s Dream (1993/95, Text aus William Shakespeares The Tempest)
NoaNoa (1992, Text aus Paul Gaugins Noa Noa)

Cécile Marti (*1973):
‚ŌVIRI (2026, Uraufführung, Text von Aleksi Barrière)

Kaija Saariaho:
Ciel étoilé (1999)

Jean-Baptiste Barrière (*1958):
Un Tempo di Lampi Senza Tuono (2026, Uraufführung, Texte von Primo Levi)

Kaija Saariaho:
Sombre (2012, Text aus Ezra Pounds Cantos)

Bühne:
Das Bühnenbild beinhaltet die Skulptur Osiria (2026) von Cécile Marti

Gefördert durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

 

Zugänglichkeit

Barrierefrei zugänglich.

Rollstuhlgerechtes WC vorhanden.

Assistenzhunde erlaubt.